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Das Zillionensystem von Superty ist ein Zillionensystem von Robert Superty[1], welches die „kanonischen“ Zillionenwörter in Wörterbüchern übernimmt und diese auf natürliche Weise erweitern soll.

Für die Vielfachen von 10 von 30 bis 90 und die Vielfachen von 100 von 200 bis 1000 halten Kardinalia her, hinzu kommt unillion für die Million, allerdings nur für Zusammensetzungen (million bleibt also erhalten). Aus den entsprechenden Zillionenwörtern ergeben sich Namen weiterer zillions, ohne dass weitere Bestandteile für die Verwendung vor -illion eingeführt werden, und schließlich können auch Zillionenwörter selbst als Bestandteile vor -illion auftreten. Zum Beispiel heißt 24 auf Englisch twenty-four, bestehend aus den Wörtern twenty und four, die 24. zillion heißt entsprechend vigintillion-quadrillion, bestehend aus den Wörtern vigintillion und quadrillion. Der Bindestrich dient dabei der besseren Lesbarkeit und ist nicht erforderlich. Der Name spiegelt auch die lateinische Konstruktion viginti quattuor wider, die eigentliche Inspiration geht aber von den englischen Zahlwörtern aus: Die 1000. zillion heißt unillion millillion (entsprechend one thousand), die 11 000. undecillion millillion.

Kritik[]

Superty stellte sechs Prinzipien auf, an denen er das System testete:

  1. Das System muss abwärtskompatibel mit den festgelegten englischen Zillionenwörtern sein: erfüllt.
  2. Das System sollte logisch und in sich stimmig sein, mit nur wenigen singulären Ausnahmen: nach seiner Einschätzung erfüllt. Die einzige Ausnahme sei die Erforderlichkeit, unillion anstelle von million zu definieren.
  3. Es kann keine Lücke zwischen den benannten Zahlen geben. Wenn X einen Namen hat, dann auch alle Zahlen, die kleiner als X sind: erfüllt.
  4. Wörter dürfen nicht zu lang sein oder ungünstige Buchstabenkombinationen enthalten; im Grunde sollten sie sich wie plausible englische Wörter anfühlen: nach seiner Einschätzung erfüllt. Das längste Zillionenwort, welches nicht aus einem anderen Zillionenwort besteht, ist quattuordecillion, was sich in Wörterbüchern findet.
  5. Es sollten so wenig neue Wörter wie möglich definiert werden, und wenn ein neues geschaffen wird, so muss es etymologisch solide und stark gerechtfertigt sein: nach seiner Einschätzung erfüllt.
  6. Das System sollte (relativ) einfach und natürlich sein, ohne sehr komplexe Regeln: nach seiner Einschätzung erfüllt.

Zum zweiten Prinzip ist zu sagen, dass zum Beispiel die 200. zillion in dem System ducentillion statt billion centillion heißt, obwohl 200 auf Englisch two hundred heißt. Es wird also von dem Schema, das bei unillion millillion eintritt, abgewichen, da die Vielfachen von 100 zwischen 200 und 900 im Lateinischen mit einem einzelnen Wort bezeichnet werden.

Zum sechsten Prinzip ist zu sagen, dass twenty-four die Summe aus twenty und four bezeichnet, vigintillion-quadrillion aber nicht die Summe aus vigintillion und quadrillion. So gesehen wird ein neuartiges Muster eingeführt, von dem behauptet werden könnte, es sei so naheliegend nun auch wieder nicht. Es stellt sich auch die Frage nach der Übertragung ins Deutsche. Da 24 auf Deutsch vierundzwanzig heißt, soll die 24. Millionenpotenz eine Quadrillion und Vigintillion heißen (mit und)? Oder gar eine Quadrillionundvigintillion (zusammengeschrieben)? So wie twenty-four aus twenty und four geformt wird, so könnte auch ein Bestandteil für 24 aus einem Bestandteil für 20 und einem Bestandteil für 4 geformt werden, statt die Wörter vigintillion und quadrillion zu verwenden.

Im Deutschen erinnert die Konstruktion Quadrillionvigintillion an die Zusammensetzung von Einheitennamen zum Ausdrücken der Multiplikation – Beispiel: Newtonmeter (auf Englisch Newton-metre oder auch ohne Bindestrich Newton metre) –, in dieses Schema passt jedoch nicht Billionmillillion, auch nicht vigintillion quadrillion auf Englisch. Eine Alternative bestünde darin, Zillionenwörter vor Zillionenwörtern zur Quantifizierung zu verwenden, zum Beispiel könnte die 24. Zillion eine Quadrillion Vigintillionen genannt werden (in der Tat ist billion millillion in Supertys System damit missverständlich). Dies fügt sich in die deutsche Grammatik ein, es muss keine Sonderregel gelernt werden und wir können uns auf die Zillionenwörter bis Millillion beschränken, die aus einem einzelnen lateinischen Wort geformt werden. Es ergibt sich dabei auch eine natürliche Reihenfolge (das Wort für die kleinere Zillion zuerst, so wie wir zehn Millionen sagen und nicht eine Million Zehner). Die 4000. Zillion könnte eine Millillion Millillionen Millillionen Millillionen genannt werden – das ist zwar nicht so handlich wie eine Quadrillion-Millillionen, von einem Zillionensystem muss aber auch nicht unbedingt erwartet werden, solch große Zahlen handlich zu benennen. Wenn es jedoch darum geht, ein 24-Tupel zu benennen, taugt die Konstruktion Quadrupel Vigintupel nicht.

Einzelnachweise[]

  1. Robert Superty: Extending the Number Names – Naturally. In: Word Ways: The Journal of Recreational Linguistics. Band 50, Nr. 1, Februar 2017, S. 46–69 (online).
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